



BARF - kranker Hund
Wenn ein Hund krank wird, steht zunächst natürlich die medizinische Versorgung im Vordergrund. Eine Diagnose und die notwendige Behandlung gehören in die Hände des Tierarztes. Die medizinische Diagnose ist wichtig.
ABER damit sollte die Suche nach Möglichkeiten für deinen Hund nicht automatisch beendet sein.
Denn auch die Ernährung kann einen wichtigen Beitrag dazu leisten, wie sich ein Hund fühlt und wie gut er mit seiner Erkrankung im Alltag zurechtkommt.
Ernährung kann eine wichtige Stellschraube sein
Bei vielen Erkrankungen wird häufig direkt ein spezielles Diät- oder Fertigfutter empfohlen. Trotzdem bringt jeder Hund seine eigene Geschichte, seine eigenen Bedürfnisse und seine eigenen Besonderheiten mit. Gerade bei komplexeren Erkrankungen kann es deshalb sinnvoll sein, die Ernährung genauer zu betrachten: Welche Befunde liegen vor? Was muss bei der Fütterung berücksichtigt werden? Was verträgt der Hund? Was frisst er gerne? Und welche Ernährungsform lässt sich im Alltag gut umsetzen? Eine individuell zusammengestellte Ration bietet dabei die Möglichkeit, die Ernährung gezielt auf den einzelnen Hund abzustimmen.
Individuell bedeutet wirklich individuell
Gerade darin liegt für mich eine der großen Stärken einer individuell zusammengestellten Ration. Nicht nur die Menge des Futters lässt sich an den jeweiligen Bedarf anpassen. Auch einzelne Nährstoffe können gezielt berücksichtigt und – abhängig von Erkrankung und Befund – in ihrer Menge angepasst werden. Bei bestimmten Erkrankungen kann beispielsweise die Zufuhr von Phosphor, Protein oder anderen Nährstoffen eine wichtige Rolle spielen. Bei einer Nierenerkrankung können unter anderem Krankheitsstadium, Nierenwerte und weitere Befunde Einfluss darauf haben, welche Zusammensetzung sinnvoll ist. Auch das Verhältnis verschiedener Mineralstoffe kann über die gezielte Auswahl und Zusammensetzung der einzelnen Komponenten beeinflusst werden. Bei einer individuell berechneten Ration lassen sich die einzelnen Bestandteile gezielt auf diese Anforderungen abstimmen und – soweit fachlich sinnvoll – entsprechend anpassen. Und dabei geht es nicht nur um Laborwerte.
Mag dein Hund bestimmte Fleischsorten lieber als andere? Verträgt er etwas nicht? Frisst er bestimmte Konsistenzen lieber? Braucht es aufgrund seines Alters, seiner Aktivität oder seiner Erkrankung eine besondere Anpassung? Auch solche Dinge können berücksichtigt werden. Denn eine Ernährung kann auf dem Papier perfekt aussehen – wenn der Hund sie nicht verträgt oder nicht fressen möchte, hilft sie im Alltag wenig.
Es ist nie zu spät
Auch bei einem älteren oder erkrankten Hund kann es sich lohnen, die Ernährung noch einmal genauer anzuschauen. Nicht jede Erkrankung lässt sich verändern oder aufhalten. Und eine angepasste Ernährung ersetzt natürlich keine notwendige medizinische Behandlung. Aber manchmal kann sie dazu beitragen, dass dein Hund sich wohler fühlt, er mit seinen Beschwerden besser zurechtkommt oder er im Alltag wieder mehr Lebensqualität bekommt.
Wenn wir eine Erkrankung nicht wegnehmen können, können wir vielleicht trotzdem etwas daran verändern, wie gut sich ein Hund mit ihr fühlt.
Genau deshalb möchte ich mich nicht vorschnell mit dem Gedanken zufriedengeben, dass man „jetzt eben nichts mehr machen kann“.
Es muss nicht immer BARF sein
Auch wenn MainHund für BARF steht, muss eine individuell angepasste Ernährung nicht zwangsläufig aus rohen Komponenten bestehen. Je nach Hund, Erkrankung und Situation kann auch eine gekochte Ration sinnvoll sein. Entscheidend ist für mich nicht, ob ein Hund roh oder gekocht gefüttert wird, sondern welche Ernährung zu diesem Hund und seiner Situation passt.
Jeder Fall ist anders
Ob eine einzelne Futtermittelkomponente nicht vertragen wird oder eine komplexe Erkrankung vorliegt – die Anforderungen an die Fütterung können sehr unterschiedlich sein. Bei überschaubaren Fällen kann ich dich dabei unterstützen, die Ernährung entsprechend anzupassen und einen individuellen Futterplan zu erstellen.
Bei komplexeren Erkrankungen oder wenn die Ernährung eng mit der medizinischen Behandlung zusammenhängt, schaue ich genau hin, ob und wie ich dich sinnvoll unterstützen kann. Wenn ich dabei zu dem Schluss komme, dass eine andere Form der spezialisierten Betreuung für deinen Hund sinnvoller ist, sage ich dir das offen.
Erst einmal gemeinsam schauen
Gerade bei einem kranken Hund möchte ich nicht einfach einen Futterplan erstellen, ohne zu wissen, worum es überhaupt geht.
Deshalb besprechen wir vor einer Beratung zunächst, worum es bei deinem Hund geht und welche Unterstützung sinnvoll ist.
Dieses erste Gespräch ist kostenfrei, unverbindlich und auf maximal 15 Minuten begrenzt.
Du kannst mir kurz erzählen, welche Diagnose vorliegt, was bisher untersucht und ausprobiert wurde und wo du gerade mit deinem Hund stehst. Anschließend schauen wir gemeinsam, ob und wie ich dich mit meiner Ernährungsberatung unterstützen kann.
Das Wohl deines Hundes steht an erster Stelle
Mein Anspruch ist nicht, für jeden Hund die gleiche Lösung zu finden.
Mein Anspruch ist, genau hinzuschauen und herauszufinden, was für diesen Hund möglich ist.
Manchmal ist das ein individuell berechneter BARF-Plan. Manchmal eine gekochte Ration. Manchmal eine Anpassung der bisherigen Fütterung. Und manchmal ist die beste Entscheidung, einen Fall an jemanden mit einer entsprechenden Spezialisierung weiterzugeben. Denn am Ende geht es nicht darum, wer die Beratung übernimmt.
Es geht darum, deinem Hund die bestmögliche Unterstützung zu geben und seine Lebensqualität so gut wie möglich zu erhalten.
